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Fritzchen in Hawaii

Ach ja, damit ich es nicht vergesse: ich war ja auch eine Woche in Hawaii, das war ein Jahr vor meiner Spanienreise. Ich flog im August 1999 für eine Woche nach Honolulu, da mich Stefan, ein Arbeitskollege, dazu überredete. Es war eine Entscheidung die ich nicht bereut habe. Die Reise ging von Wien nach London, dann weiter nach New York, wo ich das erste mal in meinem Leben amerikanischen Boden betrat. Natürlich füllte ich bei der Einwanderung das falsche Formular aus, der nette Beamte von der Einwanderungsbehörde war jedoch sehr hilfreich. Nachdem keine deutschsprachigen Formulare mehr vorhanden waren, meinte er ob ich ein holländisches Formular nehmen könnte, da für ihn die Sprache ziemlich dem Deutschen ähnlich sah. Ich zog dann doch ein englischsprachiges Formular vor. Dann erhielt ich endlich das begehrte Visum (jedoch nicht ohne angegeben zu haben dass ich weder Drogendealer noch Zuhälter bin und auch keinen terroristischen Anschlag vor hatte) und konnte meine ersten Stunden in den USA am John F. Kennedy Airport in New York verbringen. Dann ging es weiter nach Los Angeles wo ich nach kurzem Aufenthalt und ohne irgendwelche Filmstars am Flughafen zu sehen dann nach Honolulu umstieg. Als ich zwischen LA und Honolulu unterwegs war lehnte ich glatt das Essen ab, ich hatte das gleiche Hühnchen schon 2 Mal zuvor. Anscheinend war Hühnchentag auf dieser Luftlinie, auf der ich seit London unterwegs war. Insgesamt war ich von Wien 29 Stunden unterwegs, aber dafür war der Flug billig.

In Hawaii kam ich dann gegen 22.00 Uhr Ortszeit an (abgeflogen war ich in Wien um 7.00 Ortszeit, es war wirklich ein langer Tag) und Stefan hat mich am Flughafen mit dem Leihauto abgeholt. Die Fahrt vom Honolulu Airport ins Hotel spätabends im offenen Ford Mustang bei 25 Grad war einfach ein herrliches Erlebnis, besonders wenn man gerade aus dem herbstlichen Österreich kommt. Das Hotel war echt cool, nicht gerade das billigste, aber leistbar. Alleine der Badezimmer war für meine Verhältnisse ein Luxus, es hatte zwei Waschbecken und einen riesigen Kleiderschrank. Auch die Einrichtung war aus edlem Holz. Vor dem Fenster war ein Golfplatz und im Riesenteich neben dem Pool schwammen die Delfine. Hey, Delfine im Hotel-Teich, das war cool. Sowas sehe ich in Österreich kaum.

Am nächsten Tag gingen wir ausgiebig Frühstücken, und wir waren schon um 10.00 Uhr am Pool. Achtundzwanzig Grad an einem Vormittag, damit lässt es sich leben. Als es uns nach einiger Zeit auf der Liege zu langweilig wurde gingen wir 30 Meter weiter und waren am herrlichen pazifischen Strand und konnten in die warmen Fluten springen.

Es ging dann im offenen Ford Mustang nach Honolulu hinein, wobei ich mit einem raschen Blick feststellen musste, dass dort der Liter Benzin um die 40 Cent kostet. Das bei diesem Wetter, da bekommt man nicht gerade Lust zum heimfahren.

Beim Herumfahren in Honolulu gab es viel interessantes zu sehen, zum Beispiel das IBM dort eine Niederlassung hat. Ob die Firma mich dort wohl arbeiten lässt? Sie glauben in Hawaii ist man weit weg von Österreich? Da war ich nicht mehr sicher als ich ein Auto mit dem Aufkleber ,,I mog Österreich`` sah.

Ein kurzer Ausflug nach Pearl Harbor lehrte uns einen wichtigen Teil amerikanischer Geschichte, wobei die allgegenwärtige Betroffenheut der Besucher besonders auffiel. Natürlich war auch ein Ausflug zum Wrack der U.S.S. Arizona ein Teil unseres Programmes.

Ich hatte auch einiges damit zu tun, mich an amerikanische Eigenheiten zu gewöhnen. So sah ich zum Beispiel bei einem kleinen Park, eigentlich war es ja nur eine Wiese mit 5 Bäumen drauf, so ca. 20 mal 20 Meter, ein Schild mit folgender Aufschrift:

Das Folgende ist verboten:

Alkoholische Erfrischungen
Tiere
Camping
Fahrzeuge am Gras
Golfen
Müll wegwerfen
Offenes Feuer
Betteln oder Verkaufen
Baumklettern

Zuwiderhandelnde werden mit einer Geldstrafe, 
Gefängnis oder beidem bestraft.
Wo wir doch gerade bei Eigenheiten sind. Wussten Sie, dass unsere deutschen Nachbarn mit der durchaus korrekten Zeitangabe dreiviertel Zehn nichts anfangen können? Für die muss man halt immer viertel vor Zehn sagen. Naja, vielleicht haben sie alle eine Bruchrechen Schwäche.

Der bleibendste Eindruck von Hawaii war wohl das reichhaltige und gesunde Frühstücksbüffet. Ich, der normalerweise alles Gesunde meidet, ja sogar ich frühstückte alle möglichen Früchte, z.B. Ananas, Honigmelonen, Salat, Reis, Eierspeis und sonstige guten Sachen. Dazu trank ich viele Gläser von diesem herrlichen frischgepressten Orangensaft. Ein Ort, wo ich leben kann.

Die Preis Umrechnung war recht einfach, man bekam dort für einen Dollar soviel wie in Deutschland für eine Mark. Irgendwie war dieser Kurz Trip in den Pazifik eine etwas teure Angelegenheit. Aber trotzdem suchten wir am nächsten Abend ein ausgezeichnetes Steakhouse auf. In den USA ist es üblich, 15% Trinkgeld zu geben und wenn die Bedienung besonders gut ist, auch mal 20%. Da wir mit der Bedienung äußerst zufrieden waren, und wir aufgrund der nicht zu kleinen Stücke vom nicht zu billigen Fleisch eine nicht zu unterschätzende Rechnung hatten und ich die nicht zu freudige Position hatte mit dem zahlen dran zu sein, so gab es ein nicht zu kleines Trinkgeld von lächerlichen 20 Dollar. Trinkgeld, nicht die Rechnung, um dieses Geld geht man in Österreich toll Essen.

Ansonsten genossen wir die Stadt, übersiedelten in ein anderes Hotel und zwar ins Hyatt Regency. Da war das Zimmer zwar um einiges schlichter und auch günstiger, dafür hatte man vom Jacuzzi7.1 aus, welches auf der Terrasse im dritten Stock war, eine erstklassige Aussicht auf den Waikiki Beach der auf der anderen Strassenseite war.


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Fritz Ganter
2001-06-10